Architekturgalerie am Weißenhof

Die Architekturgalerie am Weißenhof wurde 1982 von Stuttgarter Architekt:innen gegründet. Sie ist damit eine der ältesten Architekturgalerien Europas. Die Räume der Galerie in dem 1927 nach den Plänen des Architekten Peter Behrens erbauten Musterhaus gehören heute zu den wenigen Gebäuden der berühmten Weißenhofsiedlung, die öffentlich zugänglich sind. Die architekturgalerie am weißenhof versteht sich als Ort der Vermittlung zeitgenössischer Architektur und Stadtplanung zwischen Technik, Bildender Kunst und Gesellschaft. Sie organisiert Ausstellungen, Gesprächsveranstaltungen, Vorträge, Symposien und Führungen aus. Sie wendet sich damit sowohl an das Fachpublikum als auch an die interessierte Öffentlichkeit. Sie kooperiert mit dem BDA Baden-Württemberg, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, dem Stadtmuseum Stuttgart, der Universität Stuttgart, dem Württembergischen Kunstverein, dem Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier, der Weissenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe und anderen.

2025: Fremd und vertraut

Die Architekturgalerie am weißenhof widmet sich in ihrem Jahresprogramm 2025/26 dem Zusammenspiel aus Fremdem und Vertrautem. Das Vertraute gibt uns die Basis für den Alltag und Sicherheit im Umgang mit den Aufgaben, die wir zu bewältigen haben. Das Fremde öffnet den Blick und hilft uns, Neues kennenzulernen. Aber das eine lässt sich nicht gegen das andere ausspielen. Ohne das Fremde erstarrt das Vertraute zu dogmatischer Routine, ohne das Vertraute wird das Fremde zur bedrohlichen Überforderung.

Im Zusammenspiel erst entfalten beide ihr Potenzial. Das Vertraute hilft uns, neugierig und offen das Fremde zuzulassen, um Anregung und Inspiration zu finden, das Fremde hilft uns dabei, das Vertraute daraufhin zu überprüfen, ob es weiterentwickelt werden muss, um uns weiterhin dienen zu können. Das Vertraute hilft uns, uns mit dem Fremden vertraut zu machen und das Fremde, das Vertraute wie etwas Unbekanntes neu zu entdecken. Das setzt voraus, dass zwischen beidem die Balance gehalten wird, sonst wird das Fremde zum Exotismus oder das Vertraute zum verteidigten Selbstzweck. Erst Im ausgewogenen Zusammenspielkönnen wir die Welt und ihren Reichtum in immer neuen Nuancen und Spielarten entdecken. Im Fremden und im Vertrauten. In der Architektur, im Bauen, in der Stadt. Im Bestand, in der Geschichte, in der Gegenwart.