Der Architekturnovember 2025
Zehn Jahre – das ist ein Wort, aber kein Anlass, nur zurückzublicken. Es ist vielmehr ein Moment der Reflexion und noch mehr der Frage: Was kommt jetzt? Städtebau und Freianlagenplanung schaffen den physischen Rahmen für unser Handeln und Erleben. Sie können verärgern, provozieren, erfreuen oder wohltuend wirken, das Leben erschweren oder erleichtern. Aber wer fühlt sich noch verantwortlich dafür? Und wer hat die Ressourcen? Insbesondere, wenn es um Räume für Gemeinschaft geht? Wohnungsnot, knappe öffentliche Kassen, Leerstand und Abbruchdebatten – die Herausforderungen sind drängend. Gefragt sind resiliente, Lösungen in planetaren Grenzen, die auch für kommende Generationen taugen. Partizipation wird dabei ebenso wichtig sein, wie der kluge Einsatz digitaler Werkzeuge – von BIM bis KI. Planungsprozesse werden zu komplexen Herausforderungen für alle Beteiligten!
War es jemals anders? Oder haben wir verlernt, mit den Anforderungen umzugehen? Schwindet die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen? Die Fehlertoleranz? Der Wille zu Gemeinschaft? Wie steht es um die Fähigkeit, einander zuzuhören, als Voraussetzung dafür, sinnvoll zu planen? Wir hoffen, der Architekturnovember bietet den Rahmen dafür, miteinander ins Gespräch zu kommen und im Dialog gemeinsam Lösungen entwickeln. Fachleute und Interessierte zusammenzubringen, sich mit Realisiertem und Realitäten auseinandersetzen, und Fragen stellen, um gemeinsam nach Antworten zu suchen. Zum Auftakt begeben wir uns dieses Mal an einen kleinen fast unscheinbaren transitorischen Raum in der Stuttgarter Innenstadt, ein Raum, der gemäß unserem Motto viele Fragen aufwirft, und gleichzeitig einer an dem aktiv nach Antworten gesucht wird. Das Foyer des Kunstvereins –
einfach nur eine Verbindung?